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Stellungnahme zum vergangenen Sonntag

23. Mai 2019

Am vergangenen Sonntag (19.5.) gab es im Anschluss an den Gottesdienst um 19 Uhr unter vielen Studierenden großen Unmut. Josephat, der an dem Abend die Messe gefeiert hat, hatte die Aktion Maria 2.0 thematisiert und dabei den Eindruck erweckt, er würde die Aktion und deren Anliegen nicht ernst nehmen. Viele Studentinnen und Studenten waren darüber irritiert, viele haben sich verletzt gefühlt. In Gesprächen am Montag mit Hanna und Michael und auch mit einigen der Studierenden hat sich herausgestellt, dass Josephat auf keinen Fall einen solchen Eindruck erwecken wollte es zu Missverständnissen kam.

Josephat selbst schreibt dazu:

Liebe Studierende, liebe Gemeinde!

Am vergangenen Sonntag habe ich am Ende des Gottesdienstes einige Gottesdienstteilnehmer dazu aufgefordert, ihre Meinung über Maria 2.0 zu sagen. Es gab Befürworter*innen und Kritiker*innen. Es gab auch welche, die die Kirche verlassen haben. Danach hat es viele Diskussionen in der KSHG gegeben, so dass wir am Dienstagabend in der Sitzung des KSHG-Rates darüber gesprochen haben.

Dort habe ich alle, die sich durch meine Äußerungen verletzt gefühlt haben, um Verzeihung gebeten. Das möchte ich auch auf diesem Wege tun und hier alle, die sich im Gottesdienst angegriffen oder beleidigt gefühlt haben, um Entschuldigung bitten. Meine Äußerungen und der Ort waren unglücklich gewählt, so dass Missverständnisse entstanden sind. Das tut mir leid.

Ich habe kein Problem mit der Gruppe Maria 2.0. Zu mir sind über die Woche Studierenden gekommen, die den Kirchenstreik nicht gut finden. Ebenso sind auch Studierenden gekommen, die mit Herz und Blut Befürworter von Maria 2.0 sind. Als Priester in der KSHG habe ich mich entschieden, in der Mitte zu bleiben, um allen gerecht zu werden. Darum hatte ich versucht, im Gottesdienst auch Verständnis für Menschen zum Ausdruck zu bringen, die Schwierigkeiten mit Maria 2.0 haben. Ich bin ein Seelsorger und als Seelsorger möchte ich für alle da sein. Bitte versteht mich nicht falsch, wenn ich mich keiner der genannten Gruppen anschließe.

Die Form war unglücklich gewählt. Daher bitte ich nochmals um Entschuldigung bei allen, die sich angegriffen oder beleidigt fühlen.

Josephat

Als Gemeinde im studentischen Kontext werden wir weiterhin versuchen, an gesellschaftlichen und kirchlichen Themen fundiert und leidenschaftlich dran zu bleiben, Auseinandersetzung und Dialog zu ermöglichen und dabei ausstrahlen, dass jede*r bei uns willkommen ist. Auch Fehler werden uns dabei weiterhin unterlaufen.

Am Freitag wird es nach dem Gottesdienst um 8.30 Uhr in der Aula die Möglichkeit geben, über Maria 2.0 mit Kommiliton*innen, Josephat, Michael und Hanna ins Gespräch zu kommen. Gespräch wird auch im Anschluss an die Gottesdienste am Sonntag sein, also sprecht uns an. Weitere Ideen zum Austausch und zur theologischen Auseinandersetzung entstehen gerade und können durch euch entstehen. Herzliche Einladung!