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Fahrt zu den Salzburger Hochschulwochen

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Auch in diesem Jahr geht es wieder in die wunderschöne Stadt Salzburg zu den Hochschulwochen. Erlebe ein hochkarätiges akademisches Programm aus Vorlesungen und Workshops mit internationalen Gästen und lerne beim Rahmenprogramm viele neue Leute kennen! Wie immer werden unter den Teilnehmer*innen Karten für die Salzburger Festspiele verlost.

  • Reisezeitraum: 30.Juli bis 06.August.2017
  • Kosten: 180,-€  (inkl. Übernachtung, Hörerkarte, Halbpension und Fahrtkosten)
  • Vortreffen: 02. Mai

Salzburger Hochschulwochen – Was ist das?

Die Salzburger Hochschulwochen sind eine Gründung der Benediktiner des gesamten deutschen Sprachraumes. Sie fanden 1931 zum ersten Mal statt, wurden zwischen 1939 und 1945 von den Nationalsozialisten verboten, nahmen aber schon 1945 wieder ihre Tätigkeit auf und werden seither jedes Jahr während des Sommers abgehalten.

Das Ziel der Salzburger Hochschulwochen ist es, ein universitäres Forum zu bilden, auf dem die Theologie gemeinsam mit allen anderen Wissenschaften gleichermaßen grundsätzliche wie aktuelle Fragestellungen und Probleme unserer Zeit aufgreift.

Karl Rahner hat in Salzburg seinen „Hörer des Wortes“ erstmals entwickelt und vorgetragen – einen DER religionsphilosophischen Grundtexte des 20. Jahrhunderts. Mehrfach ist Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI., als Redner aufgetreten. Aber auch Persönlichkeiten wie Ruth Klüger, August Everding, Hans-Georg Gadamer oder Peter Simonischek, um nur einige zu nennen, haben die Salzburger Hochschulwochen als ein Forum offener Katholizität und auseinandersetzungsbereiter Gesprächskultur etabliert.Jährlich sind es an die 800 Personen, die zu den Hochschulwochen nach Salzburg kommen. Diese stammen zum einen aus dem ganzen deutschen Sprachraum, zum anderen aber auch aus den Ländern Osteuropas.

Träger der Einrichtung sind die Theologische Fakultät der Universität Salzburg, die Salzburger Äbtekonferenz der Benediktiner, das Katholische Hochschulwerk Salzburg, die Görres-Gesellschaft, die Katholischen Akademikerverbände Deutschlands und Österreichs sowie das Forum Hochschule und Kirche der Deutschen Bischofskonferenz.

 Thema der Salzburger Hochschulwochen

In diesem Jahr widmet sich die Salzburger Hochschulwoche wieder einem hochaktuellen Thema: medialen und nicht-medialen ÖFFENTLICHKEITEN. Deren Relevanz liegt auf der Hand, nicht erst seit der Rede von „posfact policies“ oder „Lügenpresse“-Vorwürfen: Unsere Identitäten, Geschichten und Diskurse sind wesentlich von den Öffentlichkeiten geprägt, in denen wir sie konstruuieren, erzählen und argumentieren. Wer wir sind und sein wollen, welche Argumente triftig sind und welche nicht – das sind individuelle und gesellschaftliche Fragen, die durch mediale und nicht-mediale Öffentlichkeiten mitbestimmt werden.

Diese sind in vielfältigen Transformationen begiffen: Die Grenze zwischen öffentlich und privat verschwimmt in den Zeiten der social media in neuer Weise. Das gedruckte Wort als Leitmedium gesellschaftlicher (Selbst)Verständigung gerät durch die viel zitierte Bilderflut aus dem Netz unter Druck. Die fortschreitende Urbanisierung bedeutet Herausforderung für die humane Gestaltung des öffentlichen Raums. Terror zielt auf die öffentliche Ordnung, die Angst vor Anschlägen greift in das öffentliche Leben ein. Niemals war es leichter, vom bloßen Medienkonsumenten zum -produzenten zu werden, gleichzeitig überblicken wir die Möglichkeiten und Gefahren neuer Medientechnologien noch nicht. Das Internet erschließt uns zwar neue Welten, aber seine filter bubbles separieren uns zugleich. Öffentliche Debatten werden weltweit von Populisten besetzt, während die Lügenpresse Vorwürfe für den fragilen Zusammenhang von demokratischen Prozessen und journalistischen Kulturen aufmerksam machen.

All diese Beobachtungen lassen sich in den Kontext einer „entgleisenden Moderne“ (Habermas) einsortieren. Was tragen die Versprechen von Partizipation, Selbstbestimmung und Rationalität, die das Konzept „Öffentlichkeit“ einst prägten, heute noch aus? Und was bedeuten all diese Transformationen für Religion, die in der Moderne stets zwischen öffentlicher Präsenz und privater Praxis schillerte?